Unorte & Untertöne
Eine dokumentarische Spurensuche
Wir streifen durch eine Stadt, die uns vertraut ist – und doch fremd bleibt. Unsere Kamera hält nicht die Schauseiten fest, sondern das Dazwischen: Betonflächen, brachliegende Ränder, Zonen ohne Anspruch auf Schönheit. Orte, die übersehen werden – und an denen dennoch gesprochen wird.
In kurzen, dokumentierten Gesprächen treffen wir auf Stimmen, die leise bleiben wollen. Menschen erzählen von innerem Druck, von gesellschaftlichen Erwartungen, von Einsamkeit im Kollektiv. Es sind Reflexionen über das Leben in einer Welt, die ständig etwas fordert – Leistung, Haltung, Entscheidung.
Die Serie zeigt Stadtlandschaften, wie sie kaum Teil öffentlicher Bilder sind: funktional, vergessen, wartend. Doch gerade dort, im vermeintlich Unbedeutenden, öffnen sich Gedankenräume. Zwischen Pflastersteinen und Werbewänden, Einkaufswagen und Hinterhöfen beginnt das eigentliche Gespräch.
Diese Arbeit ist kein Film – aber vielleicht ein Drehbuch.
Kein Urteil – aber vielleicht ein Impuls.
Ein Angebot, innezuhalten.
Im Dazwischen. Im Zuviel. Im Zweifel.
Zu jedem Ort, zu jeder Stimme entstanden kurze akustische Reaktionen.
Wir gaben uns eine strenge Struktur: Ein Sondsnippet vom Aufnahmeort als Basis, jedes Stück kürzer als drei Minuten.
Nie mehr als drei Instrumente oder Stimmen und nur dreissig Minuten Zeit für Aufnahme und Entscheidung.
Was so entstand, ist fragmentarisch – aber genau.
Nicht perfekt, aber echt.
Ein Versuch, im Klang festzuhalten, was im Bild zu flüchtig bleibt.























