Oceano Mare
Oceano Mare zeigt das Meer, indem es uns den Blick darauf verwehrt. Statt Küsten, Wellen oder Horizonten sehen wir Hecken, Mauern, Zäune, Eingangstore. Schwellen, die nicht nur physisch, sondern auch gesellschaftlich sind.
Diese Orte markieren den Zugang zum Meer, und doch bleibt das Meer selbst unsichtbar. Es ist da … vielleicht, hinter dem Sichtfeld, hinter den Grenzen des Eigentums, jenseits des Konsums. Nur wer zahlt, darf hindurch. Nur wer konsumiert, darf schauen.
Die Serie wirft einen stillen, aber deutlichen Blick auf die Privatisierung des Natürlichen. Was einst als kollektiver Sehnsuchtsort galt, wird verstanden als Ware. Das Meer wird zur Kulisse exklusiver Zugänge, zum Symbol einer Welt, in der Natur Teil eines wirtschaftlichen Systems ist.




