Memento Frutari
Ein Stillleben des Überflusses – und seines Verfalls.
Angelehnt an die Tradition barocker Stillleben, zeigt memento frutari Früchte – jedoch keine heimischen, leuchtenden oder makellosen. Stattdessen begegnen uns exotische Sorten, überreif, angeschimmelt, im Zerfall begriffen.
Diese Bilder sind stille Konfrontationen mit globalisierten Konsumketten, mit Überfluss und Verschwendung. Die Früchte stammen aus fernen Ländern, gereist über Tausende Kilometer, um hier zu verderben – oft, ohne je gegessen zu werden.
Wo klassische Stillleben einst für Wohlstand, Genuss und Vergänglichkeit standen, zeigt memento frutari deren Umkehrung: Ein Überangebot, das kippt. Schönheit, die fault. Fruchtbarkeit, die zur Leere wird.
Die Serie ist ein visuelles Innehalten – ein „Gedenke der Frucht“ –, das an den Punkt führt, wo Genuss zur Frage wird: nach Herkunft, nach Verantwortung, nach Mass.





