Bekappte

Ein Bilderzyklus über Sichtbarkeit, Anonymität und die Macht der Zuschreibung: Menschen werden in bestehenden Bildwelten verändert: Gesichter werden verdeckt, Identitäten verschoben, öffentliche Rollen neu besetzt. Die Kappe bewirkt Schutz, Auslöschung, Uniform und Projektionsfläche in einem. Was sichtbar bleibt, sind nur Kontexte.

Die Arbeiten greifen auf Motive aus Politik, Sport, Fernsehen, Popkultur und Alltagsfotografie zurück. Durch die Überdeckung kippen diese Bilder ins Uneindeutige: aus Porträts werden Typen, aus Personen Figuren, aus Dokumenten Behauptungen. Nähe und Distanz, Komik und Bedrohung, Maskerade und Entmachtung liegen dabei eng beieinander und alle scheinen kriminell.